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Mass Effect

Mass Effect: CoverMass Effect. Zu seiner Erscheinungszeit das Weltraum-Rollenspiel, nein – eigentlich das Rollenspiel überhaupt. Inzwischen hat man sich sattgesehen an Weltraumumgebungen, die beim zweiten Blick nicht annähernd so gut aussehen, wie man es sich vorgestellt hatte. Ich kann guten Gewissens behaupten, Mass Effect zu kennen, mein momentaner Spieldurchgang ist der vierte, davon zwei auf dem PC und zwei auf der Xbox360.

Das Spiel erscheint beim ersten Eindruck gut gelungen und ich kann jedem potentiellen Spieler jetzt schon versichern, dass er/sie sich dabei freuen wird. Sei es über die perfekte Steuerung des Boden-Fahrzeuges („Mako“), das unglaublich übersichtliche Leveldesign auf den unbekannten Welten, die selbstverständlich vorhandenen Trefferzonen bei Gegnern oder vielleicht auch das übersichtliche und intuitiv gestaltete Inventarsystem (Anmerkung an die Entwickler: die Schultertasten des Controllers eignen sich zum Scrollen!).

Unfertig?

Weiters erfreuen kann man sich an der Mission auf Therum, die seltsamerweise unfertig wirkt, meine Nachforschungen im großen weiten Web haben mir dann gezeigt, dass ich nicht ganz daneben lag und ziemlich viele Designideen für eben diesen Planeten dem Zeitdruck der Entwickler nicht standhalten konnten – Schade eigentlich, aber es gäbe schlimmere Beispiele für Missstände durch Zeitdruck (siehe Gothic 3, The Witcher).

Man könnte jetzt natürlich den Eindruck bekommen, dass ich Mass Effect nicht mag, dies wäre jedoch falsch. Es wäre am leichtesten mein Verhältnis zu ME (langsam wird es mir zu blöd, das auszuschreiben) als eine Art Hass-Liebe zu bezeichnen. Ich mag es, aber es macht es mir nicht leicht, es zu mögen. Ich mag die Story, das Setting und einen Teil der Charaktere. Umgekehrt wird die Story verschlechtert durch Dialogoptionen, bei denen drei verschiedene Bildschirmtexte den gleichen Audiotext auslösen. Das Setting wird von überfüllten, aber teils einfach emotionslosen Raumstationen ins Negative gekehrt und die Charaktere sind teilweise wirklich cool – bloß warum werden mir Entscheidungen aufgezwungen, die mir völlig gleich sind? Ich spiele das Spiel, um einen Eindruck der im Spiel enthaltenen Aliens zu bekommen. Mir ist es egal, welcher meiner menschlichen Kameraden das Zeitliche segnet, noch mit in Betrachtung gezogen, dass die Soldatin völlig unsympathisch ist und der Wächter ein übertrieben verträumter Romantiker, dessen ständige Anspielungen auf seine Jugendzeit – und wie schlecht es ihm doch auch immer ging – nerven. Und zwar deutlich.

Fazit

Alles in allem gehe ich mit gemischten Gefühlen erneut zu Mass Effect, um eventuell den zweiten bald erscheinenden DLC zu spielen und die restlichen Xbox Live Achievements freizuschalten (PS: Hardcore ist nicht wirklich „Hardcore“ wenn man weit vor dem Ende des ersten Spieldurchganges schon auf Level 50 war und nahezu alle seine Waffen und Ausrüstungsgegenstände sich auf Stufe X befinden…)

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