Zeitmanagement? oder eher Frei-zeitmanagement?
Co-op Artikel (GhostLyrics & Trayzard)
Die moderne Welt ist bekanntermaßen schnelllebig wie kein Zeitalter je zuvor, immer häufiger werden allerdings Personen von der Eile der Zeit überrollt; die zahlreichen Möglichkeiten zur persönlichen Zeitgestaltung überfordern.
Sie kennen das doch: Während der Arbeitszeit sind Sie mit den Gedanken bei Ihrer Freizeitplanung und dann später in der Freizeit schaffen Sie es vielleicht doch wieder nicht, alle geplanten Tätigkeiten unter einen Hut zu bringen. Gut, Sie könnten auch einer jener Menschen sein, die Ihr Zeitmanagement perfekt unter Kontrolle haben. In dem Fall Gratulation. Sie dürfen trotzdem weiterlesen um zu erfahren, wie es anderen Menschen ergeht.
Durch die vielen Einflüsse der modernen Umwelt, wie beispielsweise das soziale Umfeld (Familie, Freunde, usw), gesellschaftliche Verpflichtungen (Clubs, Vereine, etc…), Sportarten, Hobbys kommt es also zu einer gewissen Auslastung der Freizeit, deren Grad abhängig davon, wie viel frei einteilbare Zeit zur Verfügung steht. Wie definieren wir aber die “Freizeit”?
GhostLyrics’ Meinung
“Freizeit ist die Zeit, in der eindeutig nichts zu tun ist, das in irgendeiner Form mit der jeweiligen Haupttätigkeit zusammenhängt. Dies beziehe ich auf Tätigkeiten wie die Arbeit mit der man sein tägliches Brot verdient, sowie die Schule in der bzw. das Studium in dem unter anderem auf seine zukünftige hauptberufliche Tätigkeit hinarbeitet. Freizeit ist frei und selbstständig gestaltbar und in dieser Zeit ist es absolut nicht notwendig sich um andere Dinge zu kümmern. Sollte man sich allerdings gedanklich bei zu erledigenden Aufgaben befinden, ist dies dennoch als Freizeit zu werten.”
In meinem Bekanntenkreis kommt es häufig vor, dass man durch verschiedene selbst gewählte, dennoch optionale Tätigkeiten wie Fortbildungskurse, Sport oder gesellschaftliche Tätigkeiten zu effektiv zu wenig als Freizeit empfundener Zeit kommt, obwohl man doch eigentlich Freizeitbeschäftigungen nachgeht. Die Auslastung durch die eigenen Hobbies oder möglicherweise der Druck durch die Gesellschaft, man müsse sich doch für Sport oder irgendwelche Cliquen, Vereine, wasauchimmer begeistern können scheint einigen Jugendlichen den falschen Eindruck von sinnvoll genutzter Freizeit zu geben.
Natürlich ist es sinnvoll, etwas für seinen Körper (Sport, Fitness-Center, etc.) oder für seinen Geist (Weiterbildung) zu tun, dennoch darf die Entspannung gerade heute, wo eine Vielzahl an Erwachsenen nicht nur über Stresserscheinungen klagt, sondern geradezu unter ihnen leidet, nicht zu kurz kommen.
Trayzards Meinung
Gibt es überhaupt einen Unterschied zwischen Zeit und Freizeit? Denn es kommt doch immer mal wieder vor, dass man einen Freund/eine Freundin fragt, ob er/sie denn an diesem Wochenende Zeit hätte, um dies und das zu tun. Hier kann dann auch die Antwort “nein“ kommen, man habe keine Zeit. Aber wieso denn nicht? Zeit hat man doch immer, dennoch hat das Zielobjekt wohl seine Zeit bzw. seine Freizeit schon mit etwas anderem belegt. Doch wie legt man etwas richtig ohne etwas falsch zu machen? Für manche steht lernen über alles, für andere steht Sport über alles, für andere Freunde, und für wiederum andere keins von alle dem.
Welche Freizeitbeschäftigungen sind denn angesehen und welche nicht?
Wie definiert man denn genau eine “Freizeitbeschäftigungen”? Ist es auch Freizeitbeschäftigung, wenn man sein Essen zu bereitet oder das Haus putzt? Streng genommen ja, zwar tut man nicht etwas, was unter uns als Freizeitaktivität abgestempelt werden würde, aber man beschäftigt sich in seiner Freizeit mit etwas. Dennoch sind dies alltägliche Dinge, die jeder vollzieht (zumindest nehme ich das hiermit mal stark an). Gerade deshalb sind dann die Dinge, die nicht “jeder” in seiner Freizeit macht, Freizeitbeschäftigungen; also auch gerne etwas Extravagantes.
Wo wir zu den Sportaktivitäten kommen. Diese sind natürlich hoch angesehen, sowohl unter Freunden als auch beim zukünftigen/aktuellen Arbeitgeber. Hoch ist man auch während dem Klippenspringen, dem Paragliding und dem Selbstmord vom Hochhaus … eh … ich meinte “und dem Base-Jumping”! Doch solche Extremsportarten praktizieren nur die Wenigsten, dafür bekommen sie einen ordentlichen Prestigebonus. “Normale“ Sportarten kommen auch nicht so kurz. Es ist immer gern gesehen, wenn man eine betreibt, die einen fit hält (außer man gehört zu den speziellen Sportartenhasser). Und die keinen Sport betreiben sind die faulen Sesselwärmer? Nicht unbedingt. Man kann sich wohl auch mit anderen Sachen beschäftigen. Zu den oft genanntesten bekommt man immer wieder “mit Freunden rumhängen“ zu hören oder auf Social Networks zu lesen.
Nunja, schlecht kann man es ja nicht finden, wenn jemand gerne mit seinen Freunden “rumhängt“, aber wie verbringt mit ihnen seine Freizeit? Die Möglichkeiten sind meist genau die selben die man auch alleine machen kann, meist. Dazu zählt z.B. auch etwas musikalisches. Entweder man hört mit Vorliebe Musik, spielt ein bestimmtes Instrument oder singt sogar selbst.
Hierbei ist sich auch wieder vor den Hatern in Acht zu nehmen. Rocker hassen Hopper. Hopper hassen Metaler. Metaler hassen Emos. Emos hassen alles. Des weiteren kann man auch mit Vorliebe Filme schauen, also ein Filmfreak sein, der jedes Meisterwerk bei sich zu Hause hortet und sich diese immer mal wieder reinzieht. Reinziehen kann man sich aber auch Drogen.
Finger weg von Drogen!
Ständiger Konsum dieser hat eine Sucht zum Ursprung. In heutiger Zeit wird auch oft das Wort “PC-Sucht” in den Mund genommen. Dabei kann es ja jedoch auch nur eine einfach Freizeitaktivität sein, welche sich in etliche Kategorien aufteilt. Am PC kann man ganz schön viel Zeug veranstalten: Chatten, im Internet surfen, Videospiele spielen, bloggen, programmieren, etc. Ersteres besitzt bei den Jugendlichen wohl die größte Beliebtheit, dicht gefolgt vom “Surfen.” Verpönt sind PC-Aktivitäten nicht, falls man es im Maße hält. Unter Nicht-PC-Freaks bekommen PC-Freaks nur selten Akzeptanz. Allgemein kann man den Personal Computer in Technik reinstecken. Manche Leute lieben es zu fotografieren und mir ist noch nie zu Ohren gekommen, dass diese Tätigkeit von anderen nicht gemocht wird. Natürlich gibt es noch andere Sachen im Bereich Technik, allerdings würde es den Rahmen hier sprengen all diese aufzuzählen (als wenn er noch nicht gesprengt wär’ :D).
Leider ist man auch oft dazu gezwungen seine Freizeit für Dinge zu opfern, die man nicht gerne tut. Dazu zählt auch das Lernen, vor allem in der Schule, aber auch im Beruf und im Privatleben; denn nichts kann man von Anfang an zu hundert Prozent. So wirklich lernen mag niemand, außer einen interessiert das Thema. Dann kommt es auch darauf an, wie man das Lernen am besten unterbringt ohne andere Sachen zu vernachlässigen.
Etwas, das Sie gerade tun, wird auch oft als Freizeitbeschäftigung genommen. Lesen.
Man kann Bücher, Zeitungen und Magazine lesen. Wobei hier auch wieder zu unterscheiden ist, ob man Lesen mag. Manche finden es langweilig oder spannend und faszinierend. Die gewünschten Leseobjekte müssen dennoch oft erst einmal gekauft werden, wie alles andere. Und was macht die Frau am liebsten? Richtig! Geld aus dem Fenster raushauen, auch bekannt unter dem Decknamen “Shoppen.” Aber weniger bildender Stoff, sondern viel mehr anhaftenden Stoff. Klamotten.
Man(n) glaubt es zwar nicht, jedoch einige würde das Einkaufen von Dingen wirklich als ihre Freizeitbeschäftigung abstempeln. Einige werden dies nicht nachvollziehen können, doch in der Tat ist Shoppen (unter Frauen) hoch angesehen (vorausgesetzt man darf mit).
In der Tat gibt es noch etliche von mir nicht aufgezählte Freizeitaktivitäten, allerdings wollte ich nur die mir wichtigsten einmal erwähnen.
Außerdem stellt sich dann noch die Frage mit wem man seine Freizeit verbringen will.
Wie setzt man am besten seine Prioritäten. Lieber alleine PC zocken? Lieber mit Freunden weggehen und einen drauf machen? Oder doch lieber mit dem Partner rummachen? Im Endeffekt bleibt es jedem selbst überlassen, was er lieber tut, aber man sollte seine Freizeitbeschäftigungen so nachgehen, dass man mit einer Person im Freundeskreis oder sogar mit sich selbst, nicht den Kontakt verliert.
Der gesamte Text bezieht sich ja auf die Leute, die wissen, was sie in ihrer Freizeit vorhaben.
Denn nur allzu oft bekommt man doch auf die Frage ob der Gegenüber an dem Tag Zeit hätte ein “Keine Ahnung”.

Beautiful Disaster
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