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Kampf dem Koala

So. Der zweite Artikel, den ich in der letzten Zeit mit Hand vorschreiben musste. Toll… und das trotz der Tatsache,dass ein Netbook vorhanden ist. Danke Karmic Koala. Vielen Dank.
Weitere Beschwerden folgen.

Upgrade?

Die Frage ist, wie lange sollte man den Entwicklern nach einer neuen Version von Ubuntu Linux Zeit geben, die vorhandenen Bugs auszubessern, bevor man ein Upgrade seines Produktivsystems durchführt? firefreak meinte ein bis zwei Monate. black_caesers Meinung hole ich noch ein. Bei der eigenen bin ich mir höchstgradig unschlüssig.
Denn nach all den kleinen, mittleren und großen Schwierigkeiten zu urteilen, die ich nach meinem am Samstag durchgeführten Upgrade auf Karmic Koala hatte, weigere ich mich zu akzeptieren, dass die “Final” Version von Karmic wirlich über das Betastudium hinaus ist.

Panne #1: Modem (Huawei e169; UMTS-Modem)

Nach dem Download und Upgrade am Laptop der erste kleine Schock: Keine Internetverbindung vorhanden. Auch manuell keine herstellbar. Na, super. Lag am mit Koala mitgelieferten Kernel. Das Problem war schon länger bekannt, aber bedauerlicherweise hat es kein Fix rechtzeitig in den Release von Karmic geschafft. Herrlich. “Gefixt” durch Tausch des Kernels.

Aufwand: mäßig (mindestens 1h)

Panne #2: Drucker

Vom neuen supertollen Drucker hatte ich ja schon berichtet. Nach dem Upgrade auf Karmic: nicht mehr ansprechbar. Nicht mehr findbar. “Gefixt” durch multiples Neustarten des Druckers und Rücksetzen der Netzwerkverbindung sowie Neueinrichtung der Druckerkonfiguration. Traumhaft. Natürlich ist das Problem mitten in der Nacht aufgefallen, als ich gerade an einer anderen Arbeit war.

Aufwand: etwas mehr (mindestens 1,5h)

Panne #3: Helligkeitsreglung

Dies betrifft jetzt zur Abwechslung mein Netbook, nicht den Laptop, den ich hier als Desktoprechner mit zwei Schirmen missbrauche; eben am Netbook springt die Helligkeitsregelung zwischen zwei beliebigen Stufen pausenlos hin und her. Liegt an einem Rundungsfehler in der Programmierung, wie ich erfahren habe. Auch dies war bekannt und hat es in die finale Version von Karmic geschafft. Lästig? Ja, definitiv. Arbeiten völlig unmöglich. Das ganze belastet übrigens auch das System, so dass die ganze GNOME Umgebung laggy erscheint. “Gefixt” durch Laden des Kernels mit veränderten Parametern laut Bug Report.

Aufwand: zu viel (ca. 3h)

Cloud Computing? Denkste.

Exzellente Arbeit, Canonical. Karmic war das große Versprechen für Cloud Computing, unter anderem mit seinem neu eingeführten Konkurrenten zu Dropbox, namentlich UbuntuOne. Prima Arbeit, dass gerade so Dinge wie mobiles Internet oder Netbooks nicht funktionstüchtig sind. Man könnte auf die Idee kommen, dass da ein paar kleine Fehlerchen in der Prioritätensetzung liegen, aber ich will euch ja nicht dreinreden. Vermutlich könnte ich hier noch einiges berichten, dass Software-basiert ist, aber davon werde ich mal geflissentlich ablassen (ja, ich meine unter anderem dich, nautilus-sendto und dich notification-osd, mit deiner hässlichen Trennung “synchroner” und “asynchroner” Meldungen).

Gut hingegen für mich, dass ich bereits einige Teile meines Arbeitsvorganges auf Cloud Computing umstellen konnte.

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