Prince of Persia (2008)
Es muss eine Ewigkeit gewesen sein seit ich das letzte Prince of Persia vor dem inoffiziell “Prince of Persia 2008″ betiteltem Teil gespielt habe,
mit meinem letzten Teil davor “The Two Thrones”, das ich mir damals kaufte, innerhalb einer Woche zu Ende spielte und mangels jeglichem Wiederspielwert sofort auf ebay verkaufte.
Jedoch darf man weder von der Story noch irgendeinem sonstigen Element großartige Vergleiche ziehen; Prince of Persia (2008) ist anders.
Die vergangenen drei Teile (“The Sands of Time”, “Warrior Within” und “The Two Thrones”) gehörten zum “Sands of Time”-Zyklus, einer Art eigenem Universum; während Prince of Persia (2008) mit diesem nichts gemein hat, außer dem Titel und der Action-Adventure-Basis auf der das Spiel aufsetzt. Die offensichtlichsten Unterschiede dürften hierbei die Spielgrafik mit ihrem Cel-Shading Ansätzen sein, sowie die offensichtlich unterschiedlichen Charaktere. Man könnte hier aber auch noch die Tatsache anführen, dass man in diesem Prince of Persia nicht alleine unterwegs ist, sondern zu zweit.
Durch die Handlung kommt es bereits am Beginn des Spiels dazu, dass sich der “Prinz” (wobei mir völlig schleierhaft ist, warum man ihn in diesem Teil so nennt, da es sich um einen komplett anderen Charakter als in der Sands of Time Reihe handelt) mit der Prinzessin (die übrigens “echt” ist) Elika zusammenschließen muss, um ein drohendes Unheil abzuwenden. Der Haken an der ganzen Sache ist jedoch, dass er dies nur begrenzt freiwillig tut; gibt es für ihn doch keine andere Möglichkeit in sein gewohntes Leben zurückzukehren. Was mir übrigens Anlass zum Spotten gibt, einfach weil ich dies nicht mal ansatzweise für eine gute Geschichte halte. Im Gegenteil, es kommt mir geradezu “ausgelutscht” vor, dieses unfreiwillige zum-Held-werden, auf dem scheinbar ausnahmslos alle Geschichten mit Helden basieren. Die Tatsache ist, dass ein böser Gott vor dem Ausbrechen aus seinem Jahrtausende alten Gefängnis bewahrt werden muss (*gähn*).
Während also eine gewisse Sympathie zwischen den Charakteren erst langsam greift, sitzt die Spielmechanik sofort, die Steuerung der Action-Passagen ist fast schon zu leicht geraten, dies hilft allerdings der Flüssigkeit, die ich für eine der wichtigsten Eigenschaften für den Erfolg dieses Spiels halte. Jene ist es, die Prince of Persia (2008) trotz seiner Kürze von circa 12 Stunden und seiner ausgesprochen uninspirierten Handlung aus dem grauen Einheitsbrei der Massenware Videospiel hervorhebt. Ich vergleiche Prince of Persia (2008) an dieser Stelle gern mit Assassin’s Creed, da das Prinzip des Rennens&Kletterns ähnlich ist, auch wenn Prince of Persia (2008) vorgeschriebene Pfade hat, was man hier als Negativum auffassen könnte. Sicherlich fehlt dadurch die schier unglaubliche Freiheit eines Assassin’s Creed, jedoch erscheint mir die gesamte Art sich zu bewegen bei Prince of Persia (2008) eben durch die beschränkten und vorgegebenen Bewegungsmuster und ineinandergreifenden Kletterpassagen wesentlich flüssiger, quasi natürlicher.
Dem gegenüber steht das Kampfsystem, das im Wesentlichen ein riesiges (hier wurden mehrere Zeilen Schimpfwörter zensiert)
Quick-Time-Event darstellt, solange man nach den ersten paar Versuchen die Tastenkombination für seine bevorzugte Kombo memoriert hat. Strafen für Wiederholungen oder lernfähige Gegner sind nicht im Kaufpreis inbegriffen, dafür aber ein gewisser Frustfaktor: Es ist zwar dank Elikas Rettungsfunktion nicht möglich, endgültig zu sterben, dennoch können gerade absolvierte anspruchsvolle Sprungpassagen auf einfachste Weise wieder durch eine kleine Unachtsamkeit vernichtet werden.
Während also das neue Game Design erfrischend, wenn auch für mich nicht sehr erfüllend ist, gefällt das neue Charakterdesign ausgesprochen gut. Sowohl der Schal und die Klauenhand des Prinzen, wie auch Elikas Gesamtbild wirkt passend gewählt. Gleichfalls erschienen mir der König und die Bösewichter hervorragend in der Komposition ihrer Eigenschaften; sowohl Optik, als auch Charakterattribute sind stimmig und fügen sich ins Gesamtbild ein.
Die Xbox 360 Achievements sind… reden wir nicht darüber… Informationen findet man im Artikel von xbox360achievements.org (englisch).
Alles in allem ein wirklich nettes, wenn auch sehr kurzes Spiel, mit einer Spielzeit von gerade mal um die 15 Stunden, wenn man trödelt. Der herunterladbare Zusatzinhalt des Epilogs schlägt immer noch mit 10 Euro zu Buche und wurde von mir aufgrund seiner Kürze von nur zwei Stunden nicht angespielt.
PS: das getestete Prince of Persia (2008) gehört Riffmaster.





Beautiful Disaster
Noch keine Kommentare vorhanden.