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Enigma Memoriae / Kapitel I – “Das Café Projekt”

Wieso ein neues Projekt?

Ich hatte Lust etwas Neues zu schreiben. Umfangreicher, gesellschaftsfähiger. Vielleicht auch etwas mehr auf den Mainstream ausgerichtet. Ich habe in der Zeit seit Studienbeginn viele interessante Inspirationen erhalten und hatte nur die Gelegenheit sehr wenige davon umzusetzen.

Vorwort

Ein Café. Die gesamte Geschichte hat als Dreh- und Angelpunkt das Café Enigma Memoriae.
Die Geschichte soll an bekannte “Seifenopern” angelehnt sein. GZSZ. Sagt das jemandem was? Aha. Naja. Mir auch kaum. Zudem habe ich die Vermutung, dass bei der Erwähnung des Begriffes wohl bereits einige das Browserfenster / den Tab geschlossen haben. Selbst Schuld. Die verpassen das Beste. Denn… Ich habe nie regelmäßig oder gehäuft GZSZ oder ähnliches gesehen. Aber ich habe ein gewisses Vorurteil davon, wie solche Serien aufgebaut sind. Und nach solch einem Vorurteil will ich hier vorgehen. Ich habe mir sagen lassen, dass erwähnte Serie unter anderem von der Präsentation des Alltäglichen lebt. Das “Alltägliche” ist mir allerdings zu langweilig. Ich will ja auch Spaß am Schreiben haben, weswegen ich mir einen netten fantastischen Kniff (das Fantasy-fantastisch) überlegt habe, wie man das Alltägliche aufpeppen könnte. Wer also von der Vermischung von Magie & Technik und ihrer Auswirkung auf das Leben der Menschen und Studenten im Speziellen lesen möchte, kann dies im Folgenden tun.
Ich habe mir zudem erlaubt, zwecks verbesserter Atmosphäre Songtipps zur Geschichte hinzuzufügen. Youtube.com sollte helfen, falls man einen Song nicht kennt. Die Links öffnen sich übrigens in neuen Fenstern, um das Lesen nicht zu unterbrechen.

Im anschließenden wünsche ich viel Spaß mit dem ersten Kapitel von Enigma Memoriae.

Kapitel I – Besuch

“Requiem” – In Extremo (Sängerkrieg)
Ich erinnere mich gut an den Tag.
Ungewöhnlich gut.
An jenem Tag erreichte mich die Nachricht, eine Verwandte sei verstorben und habe mir ein Haus vermacht. Für mich kaum nachvollziehbar. Ich verstand mich zu der Zeit mit niemandem aus meiner Verwandtschaft. Trotzdem wurde mir mehrmals versichert, es sei absolut sicher und zweifelsfrei mein Erbe.
Mit Neugierde als treibender Eigenschaft machte ich mich am nächsten Morgen auf, dieses Haus zu begutachten.
Du ahnst es wohl schon?
Richtig vermutet, dieses Haus war das Gebäude, in dem ich später das Enigma Memoriae aufzog. Jedenfalls… konnte ich mich zwar erinnern, bereits in dem damals zweistöckigen Haus gewesen zu sein, allerdings war mir völlig schleierhaft, zu welcher Zeit und Gelegenheit. Es war mir ein völliges Rätsel, daher auch der spätere Name des Cafés.
Wie?
Du wusstest das nicht? Hab dich nicht so. Das ist doch kein Problem. Enigma Memoriae ist Latein und bedeutet “Rätsel der Erinnerung”. Schien mir einfach passend in Anbetracht der Umstände.
Zunächst wusste ich nicht, was ich mit dem leerstehenden Haus anfangen sollte, das sich in der Nähe der Universität befand. Zusammen mit Martin überlegte ich damals unter anderem das Gebäude zu verkaufen. Rückblickend wäre das wohl die schlechteste Entscheidung meines Lebens gewesen. Ich könnte mir nicht ausmalen, wo ich heute ohne die Zeit im Enigma wäre.
Du schaust so ungläubig…
Ich war zu dieser Zeit selbst Student an der Universität der Magick, jedoch war jene erst wenige Jahre zuvor gegründet worden, die Wissenschaft der Magick war jung; die Professoren waren unerfahren, die Schüler wissbegierig, experimentierfreudig und leichtsinnig, wie man es sich heute kaum vorstellen kann.
Sieh mich nicht so an. Ich weiß, was ihr heute von den Sicherheitsmaßnahmen an der Universität und in den Laboren haltet. Und mir ist bewusst, dass ihr die Vorkehrungen umgeht, wenn irgendwie möglich. Dennoch könnte man meinen, die Studenten hätten dazugelernt.
Damals… gab es einen… Unfall während unserer Experimente und es stand fast ein Jahr lang sehr schlecht um meine Gesundheit. Laut den Professoren der Medi-Magick lag ich ganze zwei Wochen an der Schwelle zum Tod.
Etwas später kümmerte man sich immer noch um mich, im Rahmen der Forschung. Das war die Zeit, zu der ich Alfredo kennenlernte. Seine Doktorarbeit war das Juwel um meinen Hals. Der Stein ist speziell auf meine Krankheit ausgelegt und auf meine DNA abgestimmt. Er hält mich am Leben, verbraucht aber konstant meine magische Kraft. Ich konnte mein Glück kaum fassen, als sich mein Zustand besserte, jedoch musste ich verständlicherweise das Studium aufgeben, da ein Studium ohne magische Kraft an der Universität der Magick unmöglich ist.
Zu jener Zeit war ich unglaublich niedergeschlagen und wusste nicht was ich mit mir anfangen sollte. Bis mich Martin bei einem Treffen auf die Idee brachte, etwas aus dem Haus zu machen. Nach langen Gesprächen und vielen, vielen Verhandlungen hatte ich es tatsächlich geschafft, dass die Universität einen Teil meiner Kosten für ein Projekt übernehmen würde. Und bei einem Besuch in einem nahen Restaurant war die Idee des Enigma geboren, aber das erzähle ich ein anderes Mal.
“Wide Awake” – Lacuna Coil (Shallow Life)
Ja, ich bin zufrieden. Habe quasi meinen Frieden gefunden. Glaub mir ruhig, ich hatte ein Leben, so erfüllt, dass man damit Bücher füllen könnte.
Ich meine, sieh mich an, Mädchen!
Die Kraft der Magick hält mich am Leben. Ich bin noch vor der Vermischung der Welten aufgewachsen, damals existierte in unserer Welt nur die Technik, Magie wurde für Irrglauben und Unsinn gehalten. Aber ich schweife ab…
Schau mich an, hab’ ich gesagt! Sieh selbst! Meine Zähne scheinen perfekt und sind doch so falsch, wie der Schnee vor dem Haus. Haare habe ich keine mehr, die meisten meiner Knochen sind synthetisch. Dieser schöne Edelstein um meinen Hals reinigt mehrmals in der Stunde mein Blut, sonst wäre ich ans Bett gefesselt. Die Haut hängt mir in Falten vom dürren, ausgezehrten Körper und meine geliebte Tätowierung hat keinen Hauch mehr ihrer einstigen Pracht; von den Wehwehchen des Alters will ich gar nicht erst beginnen.
Und jetzt schau in den Spiegel, Luna! Sieh dich an, Enkelin. Du bist jung, hübsch und hast Bewertungen an der Universität der Magick, die selbst ältere Semester in den Schatten stellen. Deine Zukunft liegt in schillernden Farben leuchtend vor dir. Freu dich des Lebens
Hm? Du Schmeichlerin.
Natürlich habe ich noch eine Geschichte von früher zu erzählen. Bedien dich ruhig am Gebäck, aber Finger weg vom Lebkuchen.
Bitte?
Ja, gerne, meinen Tee mit Honig.
Danke.

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  • Enigma Memoriae / Kapitel I – “Das Café Projekt” (This post) -
  1. Lilo per Mail:

    Also die Geschichte gefällt mir, die Lieder habe ich mir noch nicht anhören können (Zeitmangel – der begleitet mich die nächsten Wochen). Freue mich auf Teil zwei.

  2. Ich finds ne nette Idee, vorallem das mit den Liedern dazu und bin mal gespannt wie es weitergeht :)
    Hab grad vor 3 Stunden nochmal den Film “Avatar” gesehen und irgendwie erinnert deine Geschichte bisschen daran, ist nicht im Sinne von “du Nachmacher” gemeint, ich musste bloß einfach dran denken als ichs gelesen habe :)

    • also… der nächste Teil ist schon ziemlich weit ;)
      Erinnert dich an Avatar, hm? Dabei hab ich Avatar noch nicht mal gesehen (und diesmal auch noch nicht das Script gelesen).

    • Avatar = Enigma Memoriae? Uf.
      Alex kennt ja schon meine Meinung zu dem Text; aber die Lieder ignorier ich^^

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